Pressestimmen

Erinnerungen an die Kindheit im Iran

...Wenn man durch die Fabrikhalle schlendert und die farbenprächtigen Bilder betrachtet, kommt man sich fast vor, als sei man auf dem Basar: Stoffe in allen erdenklichen Farben und Mustern sind wiederkehrendes Motiv seiner Bilder. Der Künstler lässt Stoffe lebendig werden, indem er ihre Fasern und Faltenwürfe sichtbar macht, man hat fast den Eindruck, die Stoffe anfassen, spüren zu können. ...Doch seine Bilder sind mehr als bloße Reproduktion von Erlebten. Sie haben eine politische Dimension. In seinem Acrylbild "Zorn der Ungerechtigkeit" drückt er Wut und Enttäuschung über den Irak-Krieg aus, sein Bild Karrierefrau zeigt die moderne Geschäftsfrau mit Aktenkoffer und Schleier - gefangen zwischen zwei Kulturen. - BRI -

Münstersche Zeitung, den 20. Mai 2003



Letzte Ehre für die Kartoffelschälerei

...Auf seiner Leinwand scheint die Stoffhülle geeignet, Persönlichkeiten wiederzugeben. Harte, starre Falten verbergen "Die unreife böse Dame von nebenan, die sich in ihren Schmollwinkel verzogen hat. Ganz anders der Körper auf "Kereschmeh"- Koketterie. Der samtartige Überwurf gibt mehr Einblicke als er verbirgt.... So naturgetreu wirkt das Tuch auf "Tag-Tscheh", das den Wandvorsprung hinab zu rutschen droht, man meint es festhalten zu müssen. Und in der Flasche daneben - ist das Rotwein? Das Lesen des Etikettes überrascht... - Monika Schubert-Jung -

Westfälische Nachrichten, den 17. Mai 2003



Mit Mitteln der Kunst gegen Hass und Extremismus

... Nach der Hetzjagd auf schwarzafrikanische Mitbürger vor einigen Wochen schlossen sich spontan mehrere Künstler aus Münster zusammen, um die Ausstelung im Stadthaus vorzubereiten... Ein DM-Stück in einem Schraubstock gespannt: Mahmoud Torabi (Taraneh) will mit seinem Gemälde die Furcht der Deutschen vor dem "Unbekannten", dem Euro, zum Ausdruck bringen. ... - (FRS) -

Münstersche Zeitung, den 15. Sep 2000



Licht und Finsternis

..."Rückkehr in die Finsternis" zeigt einen Kreislauf: Eine Frau sitzt zusammengesunken, mit verschränkten Armen, den Kopf auf die Knie gelegt, auf einer schwarzen Fläche. Dann erhebt sie sich und wandert zum Licht. Mit dem letzten der 16 Bilder schließt sich der Kreis: die Frau kehrt in die Finsternis zurück. "Alle Lebewesen benötigen Licht, aber ein übermäßiger Gebrauch hat negative Folge" warnt Mahmoud Torabi.....

Münstersche Zeitung, den 14. Okt 1996



Persische Zeichen in der Finsternis

... 16 Acrylbilder hat er dafür gemalt, die einander sehr ähnlich sind. Kein Wunder, denn Torabi beschreibt eine Entwicklung: den Weg einer jungen Frau ins Licht und wieder zurück in die Finsternis. Alle 16 Bilder bestehen aus den gleichen Elementen: einer schwarzen und weißen Wand, die sich permanent verschieben, einem Frauenakt, persischen Schriftzeichen und einem grell-orangen Fleck in der linken Ecke, der die Farbe der dekorativen Schrift wieder aufnimmt. Die Serie lebt von ihrer deutlichen Symbolik, die ins Auge fällt, die aber Torabi auch gerne erklärt."Wir erleben täglich positive Dinge. Türen werden uns geöffnet, wir erhalten eine Chance. Es hängt von jedem selbst ab, was er daraus macht... - mik -

Westfälische Nachrichten, den 7. Sep. 1996



Künstlerblut für Bild

...Seine Bilder bestechen durch ihre kräftigen Farben und regen dadurch die Phantasie des Betrachters an. Eines der Bilder wird dem Betrachter mit der Rückseite gezeigt. Wer eine dreistellige Summe als Spende für eine Aidshilfe-Organisation nachweisen kann, darf sich auch dieses Bild ansehen. Die höchste vierstellige Spende bringt das Bild in den Besitz des Spenders. Das Bild ist übrigens unter Verwendung von künstlereigenem Blut entstanden... - red -

Bergsträßer Anzeiger, den 8. Jan. 1996



Eine Mischung aus Märchen und Malerei

...In der leisen Vermischung aus Märchen, Bildern und vorsichtiger Weltklugheit gelang es dem Künstler Mahmoud Torabi am Sonntag abend, sein Auditorium zu verzaubern, es für wenige Momente in ein Zauberreich zu entführen. Nach einem französischem Sprichwort "man gefällt sich, man liebt sich, man trennt sich "entwickelte Dr.Torabi ein Tryptychon, das jetzt im "Obina" ausgestellt wird. Vor einem kubisch gestalteten Hintergrund ordnet der Künstler zwei stilisierte Gestalten an. Bemerkenswert ist daß "Taraneh" (Melodie) wie der Maler sich auch nennt, nicht dem reinen Hell-Dunkel-Kontrast treu bleibt, sondern Lichtreflexionen und Schattierungen - wenn auch sehr sparsam - zur Geltung bringt...... Doch Torabi verharrt nicht allein auf der bildnerischen Ebene. Er möchte sein in Öl, Pastell und Acryl gehaltenes Gemälde im Kontext zu einem Märchen verstanden wissen, aus dem er anläßlich der Vernissage vorlas. "Das Geheimnis von Prinzessin Balhes Schatzkammer" nennt der schreibende Maler seine Geschichte, die sich mit einem ausgesprochen hinterhältigen Phänomen namens Liebe auseinandersetzt... - Kirsten Meyer -

Münstersche Zeitung, den 14. Mär 1995



Zusammenleben

....Am Sonntag, den 19.9., wurde an der kleinen Brücke zum Zoo bei strahlendem Sonnenschein die Skulptur"Zusammenleben" eingeweiht, Symbol und wichtiges Mahnmal in den Zeiten der wachsenden Brutalität gegen ausländische Mitbürger... - dk -

MS unabhängige Zeitung, den 29. Sep 1993



Ein einsamer Ort der Buße

...Wir sind auf die Hilfestellung solcher Symbole angewiesen, um die Spirale der Gleichgültigkeit zu durchbrechen. Nach einem Aufschrei der Empörung über ausländerfeindliche Anschläge werde sonst immer wieder zur Tagesordnung übergegangen. - kbl -(Eig.Ber.)

Münstersche Zeitung, den 20. Sep 1993



Im Mittelpunkt steht die Toleranz

... Ebenfalls als "Botschaft des Frieden" verstanden werden soll ein anderes Kunstwerk "(Zusammenleben")... Der sechs Meter hohe Eisenzylinder soll das Miteinander von Ausländern und Deutschen symbolisieren... - dpa -

Süddeutsche Zeitung, den 4. Jan. 1993



Ein Bild gegen Diktatoren

Seine Bilder sind gleichsam Aufbäumen gegen alle aus einem Holz geschnitzten Diktatore. Der "Brücke",dem Treff für ausländische Studenten hat der 46jährige Iraner jetzt ein beredtes Werk zur Verfügung gestellt. Ein Bild, das seine persönliche Einstellung zum Khomeni-Regime, das ihn außer Landes gewiesen hat, auf sehr eigenwillige Art enthüllt... Aus vielen Einzelheiten ist in diesem Bild eine Lebenseinstellung zur Einheit verschmolzen... - Annegret Schwegmann -

Münstersche Zeitung, den 11. Jun 1985



Beendet diesen Krieg

Aufruf des Iranischen Journalistenverbandes (Sitz Münster) Den Aufruf unterzeichnet hat auch Mahmoud Torabi, promovierter Taxifahrer in Münster und Maler. Eine Ausstellung seiner Arbeiten ist derzeitlich anläßlich der beschriebenen Aktion im "Aladin" zu bewundern. Seine Bilder wirken trotz ihrer Farbenfrohe oft melancholisch, ein wenig wehmütig und traurig.Sie erzählen von Lebenssituationen eines Exilanten, der an der verlorenen Heimat krankt ohne deswegen Lebensfreude und Widerstandskraft verloren zu haben... - Hery -

Maulwurf, den Nr. 6 1985



Gegen den Krieg Iran/Irak

Mit einer Bilderausstellung des in Münster lebenden persischen Malers Dr.Mahmoud Torabi will der iranische Journalisten Verband im Exil auf den mittlerweile über vier Jahre andauernden Krieg zwischen Iran und Irak hinweisen.

Münstersche Zeitung, den 16. Mai 1985